Kettcar-Konzert (1.Mai 2008 im Haus Auensee in Leipzig)

Die Tage vom 30.4. bis zum 1.Mai verbrachte ich mal wieder im schönen Leipzig bei Franzi. Nach der letzteren Entwicklung in meinem vorherigem Post war ich natürlich etwas ein wenig gespannt wie es sich alles entwickeln wird, wenn wir uns wiedersehen. Eher negativ gespannt muss ich dem leider hinzufügen, aber na gut auf einer Art freute ich mich natürlich auch sowohl Franzi, als auch meinen Jonas mal wiedersehen zu können.

Zur Entwicklung der drei Tage kann man feststellen dass sie so begannen wie man es sich leider denken konnte und zwar mit viel Zurückhaltung und einem kleinen Schuss „aus dem Weg gehen“. Ich wusste ja schließlich auch selber nicht genau was ich sagen sollte zu meiner eigenen Schande und doch gab es irgendwann den Moment in dem ich das Thema ansprechen konnte.

Ich wählte den Donnerstagmorgen, als eine verschlafene und leicht von der Nacht gezeichnete Franzi das Wohnzimmer betrat in dem ich mich um Jonas kümmerte. Man sollte vielleicht noch erwähnen das Franzi und unsere, jedoch mehr ihre, Freundin Dani am Vorabend traditionell beim „Courage zeigen“ in Leipzig in den Mai gefeiert haben und ich zu Hause auf Jonas aufpasste. Aber das nur Nebenbei erwähnt. Als sie sich also auf dem Sofa rekelte, während Dani noch im Bett schlief packte ich die Gunst der Stunde und versuchte mich und meine Reaktion zu erklären. Die Worte die mir zurückschallten waren eindeutig in einem und hoffnungsvoll auf der anderen Seite.

Die eindeutige Seite war ganz klar, dass sie nur etwas von mir erwartet hätte. Eine Umarmung im Minimum, ein „Ich liebe Dich“ im Maximum und ich muss wohl leider zugeben dass ich ihr diese Umarmung hätte mindestens geben müssen. Was bedeutet müssen, ich hätte es auch gewollt, nur leider konnte ich es aus irgendeinem Grund gerade da nicht. Gerade nicht an diesem Zeitpunkt. Mein Körper war blockiert und brachte weder Bewegungen, noch sinnvolle oder weniger sinnvolle Aussagen heraus. Warum weiß ich leider nicht. Die hoffnungsvolle Seite jedoch schien mir zuzuzwinkern und flüsterte leise in mein Ohr das die Chancen noch nicht komplett vertan sind und das es vielleicht doch noch der Anfang von allem ist. Von allem guten, was zwischen uns passieren könnte und wird. Vielleicht das unser Wagen des Zueinanderfindens nur ein kleines Stück den Abhang der Hoffnungslosigkeit heruntergerutscht ist. Seinen Halt jedoch noch nicht verloren hat. Dies machte mir neuen Mut. Mut darauf, dass wir uns vielleicht doch noch weiter annähern werden, um im richtigen Moment schließlich in den Rest unseres Lebens starten zu können. Niemals könnte ich diese Hoffnung aufgeben und doch hatte ich mich in der letzten Woche diesem Niemals unabsichtlich angenähert.

Nun dann folgte ein weiteres „Ich liebe Dich“ als sie sich nachmittags noch einmal kurz in den Schlaf verabschieden lies. Und dieses Mal ging es mir noch viel Näher als beim vorherigen Male, auch wenn sie sagte es wird nun das letzte Mal sein. Ich nahm sie in den Arm, drückte sie ein wenig und lies sie dann alleine in ihrem Bett schlafen, während ich mich mit Dani unterhielt.

Das Konzert an sich am späteren Abend war natürlich von Emotionen gepflastert und zeigte mir stark wer sehr auch ich sie brauche und wie schön alles zwischen uns seien könnte, währe da nicht dieses viele Schlechte aus der vergangenen Zeit und teilweise natürlich auch andere Gründe die es so schwer machen. So schwer machen sich einfach einzulassen. Der traurige Höhepunkt an Emotionalität war schließlich das letzte gespielte Lied. Ein Lied welches uns schon bei anderen Trennungen verbunden hatte.

Sie weinte und ich stand hinter ihr und versuchte sie mit meiner Umarmung zu trösten. Vergebens.

Ich weiß nicht wie es weitergeht, was passieren wird, die Zukunft bringt, aber eines ist mir sicher noch klarer geworden an diesen Tagen. Die Verbundenheit zwischen uns und meine Gefühle für sie sind stark, sehr stark und mein Wunsch nach glücklicher Familie ist noch lange nicht ausgeträumt.


About this entry