Von Invaliden, Auswärtsfahrten und dem Leben im Allgemeinen

72 Stunden waren es von Freitag 15 Uhr bis Montag 15 Uhr. 72 Stunden in denen wieder so viel geschehen ist. So viele Ereignisse, so viele Gedanken, so viele neue Lebenseinstellungen die sich entwickelten.

Ich glaube manchmal wünschte ich mir einfach etwas Ruhe. Klar liebe ich den Stress, natürlich liebe ich die Hektik, die Bahnfahrt, die vielen Orte an denen ich mich ein wenig zu Hause fühlen kann, die Menschen, das Glück und manchmal vielleicht sogar die Enttäuschung oder besser gesagt der Weg der wieder hinaufsteigt nach der Enttäuschung. Und nur im gewissen Maße brauche auch ich mal die Ruhe. Jedoch glaube ich diese Zeit ist momentan angebrochen. Fassen wir trotzdem kurz und vor allem prägnant die Ereignisse der 72 Stunden in verschiedenen Kapiteln zusammen.

Franzi

Die Hoffnung des letzten Eintrages dass unser Glück wieder in die Nähe rückte wurde leider wieder von ihrer bösen Schwester etwas zerschlagen. Es ist ja nicht das ich Franzi deshalb böse seien kann, ich hätte wohl auch nicht die Kraft die sie momentan Aufbringt. Aber ich fühle mich einfach nicht bereit und es ist wohl meine fehlende Kraft, welche die Sache wieder aus der Bahn wirft. Ist es eigentlich immer so frag ich mich. Ich meine entweder hab ich viel Kraft und investiere ohne das es von ihrer Seite funktioniert, hab ich jedoch keine Kraft so entwickelt die plötzlich welche und die Sache scheitert an mir. Es ist so als würde eine fremde Macht weder wollen dass wir zueinander finden, als auch nicht das wir von einander wegkommen. Als sei diese fremde Macht auch im Kampf mit sich selber und wüsste nicht was richtig ist. Sind es übertrieben bildlich dargestellt die Mächte der Finsternis die gegen die Mächte des Lichts ankämpfen und sowohl der eine als auch der andere liegt zwar manchmal Kräfte mäßig vorne, kann sich aber nicht durchsetzten.

Nur: Wer ist das Licht und was ist die Finsternis?

Jule

Kommen wir zum Invaliden Nr.1. Ich weiß nicht wie ich es gemacht habe oder wie es dazu kam, aber ausversehen hab ich wohl die Kniebänder der Dame sehr überspannt und nun hat sie starke Schmerzen und muss am Freitag zur Tomographie. Super Fred denke ich da nur selber. Um den Weg dessen jedoch etwas netter darstellen zu können, fange ich doch schon mal einmal am Freitagabend an wo ich einen lustigen Abend mit jener Person und ihrer Freundin in Hamm hatte. Mir war wohl schon etwas mulmig ihre beste Freundin, welche ich mir böse gesagt als kleine Schlampe vorstellen konnte, an einem Abend zu dritt kennenzulernen. Aber doch ich muss sagen die Gedanken waren zu Unrecht in meinem Kopf. Wir hatten einen lustigen Abend und ich muss sagen das ich mich nun auch bestätigt fühle mir endlich eine Karte für das Hurricane-Festival gekauft zu haben wo ich dann ja mit Jule, Hannah und noch einen Typen der wohl Igor genannt wir hingehen werde. Abgesehen jetzt on den Üblichen die noch mitkommen, also Timo, Anna und Co. Ja doch ich freue mich nun. Auch wenn ich natürlich den traditionellen Festivalausflug mit weiter obiger genannten Person etwas vermisse. Zurück nach Hamm: Also es war besser als gedacht und ich muss sagen das mich, natürlichen besonders am Sonntag wo ich sie noch einmal mit ihrer schweren Verletzung besuchte, Jules verliebter Blick wenn ich es so sagen darf wieder weiter verwirrt hat. Wahrscheinlich ist das auch das nächste Problem. Was denke ich eigentlich? Ich meine klar. Ich liebe Franzi, aber was empfinde ich den für Jule? Empfinde ich etwas für sie? Bin ich nur angetan von dem Gefühl der Verliebtheit? Ich wünschte mir schon gerne etwas Klarheit und Ruhe und ich hoffe ich bekomme beides irgendwann in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten.

Bielefeld

Samstagmittag – Stadionzeit. Und es ging traditionell zur Auswärtsfahrt nach Bielefeld. Diesmal jedoch mit vielen negativen Begleiterscheinungen wie ich leider anmerken muss. Klar, Martin und Rudi waren dabei uns wir hatten eine Menge Spaß und ich meine jetzt auch nicht unbedingt das bescheidene Ergebnis oder gar die Sitzplätze die mir irgendwie gar nicht gefallen haben. Ging es doch viel mehr darum das wir mit dem Sonderzug anreisten, falls man ihn als solches Bezeichnen konnte und vom Bahnhof schließlich wie Tiere zum Stadion getrieben wurden. Es durfte nicht stehengeblieben werden, ein warten auf zurückgebliebene Freunde war aussichtlos und hatte beinahe zu meiner Verhaftung geführt. Abgesehen von den bösen Blicken und unprofessionellen Sprüchen die man von unseren Gesetzeshütern hören musste. Manche von denen haben wohl leider ihren Beruf verfehlt, wie es mir ja schon öfter bei solchen Großveranstaltungen aufgefallen ist. Klar gab es auch nette Polizisten, jedoch werden diese wohl leider immer weniger. Abgesehen davon konnte man einmal am Stadion angekommen, den ganzen Weg ohne Probleme und Polizeieskorte wieder zurücklaufen, was ich mit Martin auf Grund des Biernachschubes und Sättigungsbedürfnissen gleich ausprobierte. Im Stadion gab es nun mal dann auch zwar nur alkoholfreies Bier, jedoch auch einen 15 Meter weiter entfernten Bierstand mit richtigem Bier. Wir Leben halt in Deutschland und man weiß wohl langsam mit dieser Unlogik und gespielten Härte umzugehen. Des Weiteren wurde das Spiel leider von einem gewalttätigen Akt überschatten bei dem ein Ordner Lebensbedrohlich verletzt wurde. Leider konnten wir von den Geschehnissen nichts sehen und somit kann ich mich auch schlecht zum Tathergang äußern, aber zum Glück ist der Ordner inzwischen wieder außer Lebensgefahr. Bei der Rückfahrt wurde uns dann als Bochum-Fans der Zutritt zu einem Zug verwehrt, so dass wir noch 40 Minuten am Bielefelder Bahnhof warten mussten. Währen man radikal eingestellt, hätte man diese Zeit sicher dafür benutzen können, ansonsten sehe ich es als völlig sinn frei, dass uns auch wirklich nicht als radikal aussehenden und mit Bahntickets ausgestatteten Menschen eine Zugfahrt verwehrt wird. Ob das wohl mit dem Gleichstellungsgesetz vereinbar ist? Naja, danke Deutschland. Schade dass wir immer weiter in die falsche Richtung laufen…

Invalide Nr.2

Mein lieber Vater… ja unglaublich, aber doch war. Zwei Wochen vor seinem 70.Geburtstag der bei uns in Saus und Braus gefeiert werden soll läuft er Abend nach Hause- wahrscheinlich Hände in den Taschen und bricht sich die Schulterkapsel. Wie man sowas hinbekommt- keine Ahnung. Ich hatte natürlich schon ein wenig bedenken, aber inzwischen ist die Operation gut verlaufen und er wird zu seinem Geburtstag mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder raus sein aus dem Krankenhaus.

Somit kann man das Wochenende der Invalidität auch beenden.


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